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Schweizer achten kaum auf die Umwelt, wenn es um ihren Urlaub geht 

Im Zeitraum von Juni bis August 2019 befragte das LINK Institut repräsentativ 2’095 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz zum Thema Sommerurlaub 2019. Nach den Ergebnissen sind 64 Prozent der Schweizer in den Sommerurlaub verreist oder sie planten dies zum Zeitpunkt der Befragung noch zu tun. Umweltverträglichkeits-Aspekte spielen für die meisten dabei keine Rolle. Nur für 21 Prozent der Sommerurlauber ist eine umweltfreundliche Anreise und nur für 27 Prozent eine umweltfreundliche Unterkunft von hoher Bedeutung. Die wichtigsten Entscheidungskriterien für die Wahl der Destination sind neben der Naturnähe bzw. einer natürlichen Umgebung vor Ort das Klima sowie der Preis.

Flugscham nicht erkennbar – Jüngere mit schlechterer Umwelt-Bilanz

Nur 19 Prozent der Sommerurlauber bleiben für den Sommerurlaub in der Schweiz – die meisten zieht es ins europäische Ausland (69 Prozent). Elf Prozent verreisen ausserhalb Europas. Bei den Verkehrsmitteln dominieren demzufolge Auto (46 Prozent) und Flugzeug (37 Prozent). Nur 13 Prozent nutzen Bus oder Bahn und greifen damit auf Verkehrsmittel mit einer besseren Umwelt-Bilanz zurück.

«Neben der Tatsache, dass von Flugscham keine Rede sein kann, spiegeln sich auch die Umweltproteste der jüngeren Generationen nicht im Sommerreiseverhalten wider», so Stefan Reiser, Leiter Marketingforschung beim LINK Institut, der die Studie geleitet hat. So verreisen die 15- bis 29-Jährigen mit 71 Prozent nicht nur häufiger in den Sommerurlaub als ältere Generationen. Sie nutzen mit 52 Prozent auch deutlich häufiger das Flugzeug und verreisen mit 60 Prozent signifikant häufiger in Nicht-Nachbarländer der Schweiz.

Dazu passend äussern sich die Sommerurlauber auch zu ihren Entscheidungskriterien für die Wahl des Reiseziels: Besonders wichtig sind Umweltverträglichkeits-Aspekte nämlich für ältere Personen zwischen 60 und 79 Jahren. 37 Prozent von ihnen ist eine umweltfreundliche Anreise sehr bedeutsam, 45 Prozent eine umweltfreundliche Unterkunft. Bei den 15- bis 29-Jährigen liegen diese Anteile gerade einmal bei 21 respektive 23 Prozent.

Keine echte Verbesserung in punkto Umweltverträglichkeit im Vergleich zu vor 10 Jahren

Das Verhalten der befragten Sommerurlauber, die auch bereits vor 10 Jahren ihren eigenen Sommerurlaub geplant haben, hat sich bei der Verkehrsmittelwahl im Dekaden-Vergleich nicht zu einem umweltschonenderen Verhalten geändert. Vor allem das Auto profitiert bei diesem Vergleich: 36 Prozent verreisen häufiger mit PKW oder Wohnmobil gegenüber gerade einmal 15 Prozent, die damit seltener verreisen. Bei Bus und Bahn ist die Statistik etwa ausgeglichen, beim Flugzeug ist nur eine leicht rückläufige Tendenz festzustellen (36 Prozent verreisen nach eigener Angabe seltener, 33 Prozent gleich häufig und 24 Prozent häufiger).

Einstellung und Verhalten passen zusammen

Die Sommerurlauber, die heute angeben auf eine umweltverträgliche Gestaltung des Sommerurlaubs zu achten, verhalten sich auch tatsächlich nachhaltiger. So zeigen insbesondere Personen, die Wert auf eine umweltfreundliche Anreise legen, im Vergleich zu vor 10 Jahren eine Reduzierung im Fliegen und eine verstärkte Nutzung der Verkehrsmittel mit guter Umwelt-Bilanz.

«Wenn aber die Umwelt-Bilanz des Sommerurlaubs grundlegend und nachhaltig verbessert werden soll, scheinen externe Eingriffe in den Markt unvermeidbar, um Verkehrsmittel mit guter Umwelt-Bilanz attraktiver zu machen», fasst Reiser die Ergebnisse zusammen.

DOWNLOAD: Charts Pressemitteilung LINK Sommerurlaub der Schweizer

 
Stefan Reiser
Geschäftsbereichsleiter Marketingforschung
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