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  • 5. JuliJeder zehnte Deutsch- und West-Schweizer plant 2019 einen Krankenkassen-Wechsel

    Ein halbes Jahr vor Ablauf der allgemeinen Kündigungsfrist für die Grundversicherung befragte das LINK Institut repräsentativ 1’000 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz zu ihren Plänen und Wechselabsichten. Nach den Ergebnissen dieser Studie haben 3 Prozent aller Befragten 2019 bereits einen Wechsel der Krankenkasse bei ihrer Grundversicherung vollzogen, weitere 7 Prozent planen dies noch 2019 zu tun. In Summe können demnach 10 Prozent für das Jahr 2019 als wechselbereit klassifiziert werden.

    Junge Menschen besonders wechselaffin

    Besonders hoch liegt die Quote der Wechselbereiten bei Personen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren. Etwa jeder Fünfte von ihnen ist wechselbereit – 14 Prozent möchten wechseln, weitere 5 Prozent haben dies im ersten Halbjahr bereits getan. Bei den 60- bis 79-Jährigen liegt die Wechselabsicht dagegen bei insgesamt nur einem Prozent. «Krankenkassen müssen sich in einem intensiven Wettbewerb um die Digital Natives bemühen, und dabei den besonderen Anforderungen dieser Altersgruppe Rechnung tragen», so Stefan Reiser, Leiter der Marketingforschung beim LINK Institut, der die Studie betreut hat.

    Prämie bzw. Angebote als Hauptwechselmotiv

    Bei der Frage nach dem Wechselmotiv steht ein «günstigeres Alternativangebot» klar an der Spitze. So geben unter der Möglichkeit von Mehrfachnennungen knapp drei Viertel (74 Prozent) der Wechselwilligen dies als ausschlaggebend an. Unzufriedenheit mit der Kostenrückerstattung sowie mit dem Kundenservice folgen auf den Rängen zwei bis drei. Dass sich guter Service und Kundennähe für Anbieter auszahlen, sieht man auch an den Wechselbarrieren: gefragt nach den Gründen, die gegen einen Wechsel sprechen, nennen 54 Prozent der loyalen Krankenkassen-Kunden den guten Service ihrer aktuellen Krankenkasse. Erst dahinter folgen zu geringe Kosteneinsparungspotenziale bzw. die günstige Prämie der aktuellen Krankenkasse sowie der zu grosse administrative Aufwand. «Um im Wettbewerb um junge Erwachsene erfolgreich zu sein, kommt man an attraktiven Angeboten nicht vorbei.», so Stefan Reiser weiter.

    Vergleichsportale als Informationsquelle Nr. 1

    Das belegen auch die Fragen nach genutzten Informationskanälen vor einem Wechsel: hier spielen Online-Vergleichsportale inzwischen eine entscheidende Rolle. 64 Prozent der Wechselwilligen haben entsprechende Websites im Rahmen ihres Entscheidungsprozesses bereits genutzt oder planen, dies noch zu tun. Freunde und Bekannte (33 Prozent), die Websites der Krankenkassen (32 Prozent) sowie unabhängige Versicherungsberater (20 Prozent) folgen mit einigem Abstand dahinter. Stefan Reiser fasst die Ergebnisse zusammen: «Um vom Segment der Wechselwilligen nachhaltig profitieren zu können, muss der gesamte Online-Auftritt einer Krankenkasse über die eigene Website, Vergleichsportale, Bewertungsseiten und Social Media stimmig und überzeugend sein. Unsere Studie zeigt: wer hier Kompetenz vermittelt, wird Kunden dazugewinnen und kann auch sie langfristig binden.».

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