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  • 16. AugustDebitkarten sind im Schweizer Detailhandel das zweitwichtigste Zahlungsmittel hinter Bargeld – klarer Marktführer bleibt Maestro

    Studie des LINK Instituts zum Thema Zahlungsmittel im Zeitalter der Digitalisierung –ein Realitätscheck in Geschäften

    Im stationären Detailhandel in der Schweiz kann nach wie vor so gut wie überall mit Bargeld bezahlt werden, und das wird von den Menschen auch gerne genutzt. Detailhändler geben an, dass im Schnitt der grösste Teil ihres Umsatzes noch immer über Bargeld erfolgt, jedoch mit sinkender Tendenz. Fast ebenso beliebt wie Bargeld ist ein gut etabliertes Zahlungsmittel – die Debitkarte. In fast 70% der befragten Geschäfte des Detailhandels kann bereits heute mit der Debitkarte bezahlt werden, die Tendenz ist steigend. In 66% der Geschäfte ist die Zahlung mit Kreditkarte möglich. In der Schweiz ist damit die Kreditkartenakzeptanz immer noch kleiner als die Debitkarten Akzeptanz. Interessant ist dabei, dass Maestro am besten akzeptiert wird (69%), gefolgt von Mastercard (Kredit) (66%) und Visa (Kredit)(65%). PostFinance ist mit 57% bereits deutlich weniger akzeptiert. V Pay, die Debitkarte von Visa, American Express und Diners sind die am wenigsten akzeptierten Zahlungsmittel.

    Mit Debitkarten erfolgt im Durchschnitt der zweithöchste Umsatz nach Bargeld und dieser ist signifikant höher als mit den Kreidtikarten. Detailhändler gehen zudem davon aus, dass die Relevanz der Debitkarte in Zukunft noch weiter steigen wird.
    Regional unterscheiden sich die generierten Umsätze pro Zahlungsmittel: So wird beispielsweise in der Deutschschweiz und dem Tessin signifikant mehr Umsatz durch Bargeld generiert als in der Westschweiz.

    Die Maestro Karte ist die unangefochtene Nr. 1 unter den Debitkarten
    Die Maestro Karte (Debitkarte von Mastercard) ist die in der Schweiz am weitesten verbreitete und akzeptierte Debitkarte. In Geschäften des stationären Detailhandels, welche Debitkarten akzeptieren, kann fast immer (in 99 von 100 Geschäften) mit Maestro bezahlt werden. Die Inhaberinnen und Inhaber der PostFinance Card oder V Pay müssen beim Einkaufen im Detailhandel in der Schweiz noch mit einer geringeren Abdeckung rechnen, da nur 81% der Geschäfte die PostFinance Card und nur 77% die V Pay Karten akzeptieren. Dies entspricht einer Differenz in der Akzeptanz zwischen Platz 1 (Maestro) und Platz 3 (V Pay) von 22 Prozentpunkten.

    Auch im Nutzungsverhalten kann Maestro die Marktführerschaft für sich beanspruchen: 74% der Detailhändler geben an, dass mit Maestro am häufigsten bezahlt wird. Platz 2 in der Rangliste der am häufigsten genutzten Debitkarten belegt die PostFinance Card vor V Pay.

    Zukunftserwartung der Händler – Bargeld verliert an Relevanz
    Die Zukunftserwartungen der Schweizer Detailhändler lassen sich wie folgt zusammenfassen: 1) Bargeld ist wichtig, die Relevanz wird in den nächsten 5 Jahren jedoch abnehmen. 2) Generell werden Debit- und Kreditkarten in den nächsten 5 Jahren im Detailhandel als Zahlungsmittel immer wichtiger, wobei die Relevanz von Debitkarten laut Detailhändler stärker zunehmen wird als die der Kreditkarten.

    Studiendesign
    Das LINK Institut hat im Zeitraum vom 16. bis 29. Juli 2019 Unternehmen des stationären Detailhandels, Coiffeur- und Kosmetiksalons sowie Textilreinigungen in der Deutschschweiz, der Westschweiz und im Tessin zum Thema „Akzeptanz und Nutzung von Zahlungsmitteln“ befragt. Dazu wurden Finanzverantwortliche in insgesamt 804 Unternehmen telefonisch befragt: in der deutschsprachigen Schweiz 562, in der französisch-sprachigen Schweiz 202 und im Tessin und 40 Unternehmen. Die Studie ist repräsentativ für den Schweizer Detailhandel inklusive Coiffeur- und Kosmetiksalons sowie Textilreinigungsfirmen.

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  • 5. JuliJeder zehnte Deutsch- und West-Schweizer plant 2019 einen Krankenkassen-Wechsel

    Ein halbes Jahr vor Ablauf der allgemeinen Kündigungsfrist für die Grundversicherung befragte das LINK Institut repräsentativ 1’000 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz zu ihren Plänen und Wechselabsichten. Nach den Ergebnissen dieser Studie haben 3 Prozent aller Befragten 2019 bereits einen Wechsel der Krankenkasse bei ihrer Grundversicherung vollzogen, weitere 7 Prozent planen dies noch 2019 zu tun. In Summe können demnach 10 Prozent für das Jahr 2019 als wechselbereit klassifiziert werden.

    Junge Menschen besonders wechselaffin

    Besonders hoch liegt die Quote der Wechselbereiten bei Personen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren. Etwa jeder Fünfte von ihnen ist wechselbereit – 14 Prozent möchten wechseln, weitere 5 Prozent haben dies im ersten Halbjahr bereits getan. Bei den 60- bis 79-Jährigen liegt die Wechselabsicht dagegen bei insgesamt nur einem Prozent. «Krankenkassen müssen sich in einem intensiven Wettbewerb um die Digital Natives bemühen, und dabei den besonderen Anforderungen dieser Altersgruppe Rechnung tragen», so Stefan Reiser, Leiter der Marketingforschung beim LINK Institut, der die Studie betreut hat.

    Prämie bzw. Angebote als Hauptwechselmotiv

    Bei der Frage nach dem Wechselmotiv steht ein «günstigeres Alternativangebot» klar an der Spitze. So geben unter der Möglichkeit von Mehrfachnennungen knapp drei Viertel (74 Prozent) der Wechselwilligen dies als ausschlaggebend an. Unzufriedenheit mit der Kostenrückerstattung sowie mit dem Kundenservice folgen auf den Rängen zwei bis drei. Dass sich guter Service und Kundennähe für Anbieter auszahlen, sieht man auch an den Wechselbarrieren: gefragt nach den Gründen, die gegen einen Wechsel sprechen, nennen 54 Prozent der loyalen Krankenkassen-Kunden den guten Service ihrer aktuellen Krankenkasse. Erst dahinter folgen zu geringe Kosteneinsparungspotenziale bzw. die günstige Prämie der aktuellen Krankenkasse sowie der zu grosse administrative Aufwand. «Um im Wettbewerb um junge Erwachsene erfolgreich zu sein, kommt man an attraktiven Angeboten nicht vorbei.», so Stefan Reiser weiter.

    Vergleichsportale als Informationsquelle Nr. 1

    Das belegen auch die Fragen nach genutzten Informationskanälen vor einem Wechsel: hier spielen Online-Vergleichsportale inzwischen eine entscheidende Rolle. 64 Prozent der Wechselwilligen haben entsprechende Websites im Rahmen ihres Entscheidungsprozesses bereits genutzt oder planen, dies noch zu tun. Freunde und Bekannte (33 Prozent), die Websites der Krankenkassen (32 Prozent) sowie unabhängige Versicherungsberater (20 Prozent) folgen mit einigem Abstand dahinter. Stefan Reiser fasst die Ergebnisse zusammen: «Um vom Segment der Wechselwilligen nachhaltig profitieren zu können, muss der gesamte Online-Auftritt einer Krankenkasse über die eigene Website, Vergleichsportale, Bewertungsseiten und Social Media stimmig und überzeugend sein. Unsere Studie zeigt: wer hier Kompetenz vermittelt, wird Kunden dazugewinnen und kann auch sie langfristig binden.».

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